Rückbau des kompletten Cafeteria- und Eingangsbereichs im laufenden Klinikbetrieb – inklusive Fassadenöffnung, Sägearbeiten und Kernbohrungen bis in den OP-Bereich. Anschließend Abbruch, Entkernung und Rohbau des Anbaus aus einer Hand, in einem eng getakteten Bauablauf.
Ort: Darmstadt · Bauherr: AGAPLESION ELISABETHENSTIFT gGmbH · Bauzeit: 2019
Für das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT in Darmstadt, Akademisches Lehrkrankenhaus der Goethe-Universität Frankfurt, haben wir den Umbau des Eingangs- und Cafeteriabereichs komplett ausgeführt: vom Rückbau über die Entkernung bis zum Rohbau des Anbaus. Der gesamte ehemalige Cafeteriabereich einschließlich Windfang und Eingangszone wurde zurückgebaut und um einen Anbau erweitert. Ein straffer Terminplan war Voraussetzung für die Auftragserteilung – der Eingang ist die zentrale Schlagader des Hauses und musste dem Klinikbetrieb, den Patienten und Besuchern durchgehend zur Verfügung stehen.
Vor dem ersten Abbruchhieb stand die Trennung von Baustelle und Klinik. Auf rund 200 m² haben wir aufwendige Staubschutzwände errichtet – teils als Metall-Unterkonstruktion mit Gipskarton-Beplankung, teils als Spanplatten-Folien-Konstruktion – ergänzt um verschließbare Bautüren, Abdeckungen der Verkehrswege sowie den Schutz sämtlicher angrenzender Bauteile und Bodenflächen. So blieb der Betrieb hinter der Wand ungestört, während davor zurückgebaut wurde.
Im Erdgeschoss und im 2. Obergeschoss wurden abgehängte Decken, Boden- und Wandbeläge, Trockenbau- und Mauerwerkswände, Türanlagen sowie ein Kleingüteraufzug demontiert und entsorgt. Naturstein-Bodenplatten haben wir vorsichtig aufgenommen, das vorhandene Betonpflaster gereinigt und palettiert – beides stand damit zur Wiederverwendung bereit. Schadstoffbelastete Dämmungen (KMF) wurden fachgerecht ausgebaut und entsorgt.
Nach außen fielen die Aluminium-Glas-Fassadenelemente, ein 14,20 m langes Oberlichtband, das Vordach sowie die Beton-Fassadenfertigteile im Erdgeschoss. Genau hier zeigt sich die Stärke unserer Kombination aus konventionellem Abbruch und Diamanttechnik: Wo die tragende Struktur erhalten bleiben musste, haben wir gesägt statt gestemmt – unter anderem wurde ein vorhandener Stahlbeton-Fertigteilwandsturz auf 20 m Länge um 60 cm gekürzt.
Für die neue Haustechnik haben wir Kernbohrungen von Ø 50 bis Ø 160 mm in Stahlbetondecken und -wänden ausgeführt – mit Pilotbohrungen zum exakten Einmessen, mit Wasserabsaugung, von Gerüst und Hebebühne aus und mit umfangreichen Schutz- und Abklebearbeiten. Die Einsätze im OP-Bereich wurden mit eigenen Kernbohrtrupps tagesgenau nach Absprache mit dem Haus abgewickelt, inklusive der erforderlichen Abfangmaßnahmen im Bestand.
Im Bestand haben wir eine Türöffnung in der Brandwand (F 90 A+M) hergestellt, nicht mehr benötigte Fenster- und Türöffnungen zugemauert, die Deckenöffnung des ehemaligen Lastenaufzugs geschlossen und die neue Stahlbeton-Außenwand als L-Winkel ausgeführt. Für den Anbau folgten Erd- und Fundamentaushub, das Kürzen der vorhandenen Lichtschächte, Filter- und Tragschicht, Perimeterdämmung, Sauberkeitsschicht sowie Streifen- und Einzelfundamente und die Bodenplatte in C 25/30 – mit sauber ausgeführtem Anschluss an den Bestand, Abdichtung, Frostschürze, Ringerder und Potentialausgleich.
Abbruch, Entkernung, Diamanttechnik und Rohbau kamen aus einer Hand und griffen ohne Schnittstellenverlust ineinander. Die Maßnahme wurde schnell, sauber und im vorgegebenen Zeitrahmen abgewickelt – ohne Beeinträchtigung des laufenden Klinikbetriebs.
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